23. Dezember

Nachhaltiger Christbaumschmuck aus Salzteig

Die Geschichte des Christbaumschmucks

Foto: S. Röder
Foto: S. Röder

Vor dem 19. Jahrhundert bestand der meiste Christbaumschmuck aus essbaren Digen wie Äpfeln, Nüssen und Gebäck. Die Äpfel und Nüsse wurden oft silbern oder golden angemalt und der Schmuck jedes Jahr von den Familien selbst gemacht. Im 20. Jahrhundert begann dann die Massenproduktion von industriellem Lametta und Christbaumkugeln und verdrängte den alten Brauch, den Schmuck selbst zu basteln.

Essbarer Christbaumschmuck ist der älteste Schmuckgegenstand an Christbäumen. Ab dem 18. Jahrhundert wurden meist sogenannte „Model-Gebäcke“ hergestellt. Dafür wurde flüssiger Teig in Formen gebacken. Die Formen stellten meist Tiere oder Spielzeug da. Nach dem Backen wurden die Plätzchen dann bemalt und aufgehängt.

Wir zeigen euch heute, wie ihr diesen allerersten Christbaumschmuck selber backen könnt, allerdings nicht als Model-Gebäck, sondern aus Salzteig. Die Zutaten habt ihr schon alle im Haus!

Ihr braucht:

  • Mehl, Salz, Öl
  • Plätzchenformen zum Ausstechen
  • Nudelholz
  • Wasserfarbe oder Acrylfarbe
  • Optional: Faden

 

Salzteig:

 

  • 1 Teil Wasser
  • 1 Teil Salz
  • 2 Teile Mehl
  • 1-2 EL Öl

 

Ihr könnt einfach jeweils eine Tasse vollmachen. Hier kommt es nicht auf die Menge an, sondern auf das Mengenverhältnis der Zutaten zueinander.


So geht´s:

Ihr könnt einfach jeweils eine Tasse vollmachen. Hier kommt es nicht auf die Menge an, sondern auf das Mengenverhältnis der Zutaten zueinander.

  1. Knetet alles zusammen, nehmt aber nur die Hälfte vom Wasser. Gebt dann nach und nach so viel vom Wasserrest hinzu, bis der Teig fest und glatt ist. Zu klebrig? Gebt noch ein bisschen Salz und Mehl im Verhältnis 1:2 dazu. Das heißt doppelt so viel Mehl wie Salz.
  2. Der Teig sollte sich jetzt ohne zu kleben wie Plätzchenteig ca. 0,5 cm ausrollen lassen. Zum Ausstechen könnt ihr einfach Plätzchenformen nehmen. Wenn ihr wollt, verziert die Plätzchen, indem ihr mit Holzspießen Muster macht oder weihnachtliche Gewürze eindrückt. Denkt daran, ein Loch zum Aufhängen zu stechen.
  3. Legt die ausgestochenen Figuren auf ein Backblech. Jetzt habt ihr zwei Möglichkeiten, den Teig trocknen zu lassen.
    Die schnelle Variante: Lasst die Formen einen Tag an der Luft trocknen und backt sie dann für ca. 30 Minuten bei 150 Grad. 
    Die umweltschonende Variante: Trocknet die Plätzchen 2-3 Tage an der Luft. Legt sie dafür am besten auf einen Gitterrost und wendet sie nach einem Tag.
  4. Jetzt könnt ihr die Deko nach Herzenslust bemalen. Wenn ihr sie im Ofen gebacken habt, lasst sie zuerst abkühlen. Ihr könnt Wasserfarbe (möglichst wenig Wasser nehmen, sonst löst sich das Salz auf!) oder Acrylfarbe benutzen.
  5. Fädelt den Faden durch das Loch und fertig ist eure selbstgemachte Christbaumdekoration!

 

! Achtung !

 

Es ist zwar möglich, den Salzteig zu essen, aber wegen der Menge an Salz nur in kleinen Mengen und nicht, wenn ihr Acrylfarbe benutzt habt. 

Färbemöglichkeiten

Ihr könnt den Teig vor dem Backen auch einfärben, wenn ihr wollt.

Für Gelb nehmt Curry oder Kurkuma, für Braun Kakao, für Rot Paprikapulver, für Blau den Sud von Rotkohl und für Grün den Sud von Spinat oder Brennnessel. Mit herkömmlichen Lebensmittelfarben funktioniert es natürlich auch.

 

Salzteigknete:

Salzteig ist formbar wie Knete. Ihr könnt also auch selbst Figuren herstellen. Denkt aber daran, dass diese dann länger zum Trocknen brauchen.