Schwere Kost - Agrarpolitik national und auf EU-Ebene

Viel Geld für die intensive Landwirtschaft, wenig Naturschutz – so lässt sich die EU-Agrarpolitik der letzten Jahrzehnte zusammenfassen. Mit der neuen Förderperiode 2021 bis 2027 muss sich dies endlich ändern, denn das rasante Vogel- und Insektensterben und die sich verschärfende Klimakrise lassen keinen Aufschub zu, so der NABU. Doch dass der Weg dahin mehr als steinig ist, zeigt eine neue NABU-Studie. Sie macht die engen Verflechtungen zwischen Agrarpolitik, Agrarwirtschaft und Bauernverband sichtbar.

 


Warum hat der NABU die Studie in Auftrag gegeben?

 

Wenn man sich die Entscheidungen in der Landwirtschaftspolitik in den letzten Jahren und Jahrzehnten einmal näher anschaut, dann fragt man sich schon, warum von manch guten Ansätzen und Vorschlägen aus Wissenschaft und Politik am Ende so wenig übrig bleibt. Wenn die Beschlüsse, Verordnungen und Gesetze schließlich fertig sind, haben sich meistens die Interessen der Agrarlobby durchgesetzt. Die vor kurzem veröffentlichte forsa-Umfrage im Auftrag des NABU hat klar gezeigt:

  • Mehr als die Hälfte der Landwirtinnen und Landwirte fühlen sich vom Deutschen Bauernverband (DBV) schlecht vertreten.
  • Mehr als zwei Drittel sind unzufrieden mit dem aktuellen Fördersystem.
  • Ganze 87 % der Landwirtinnen und Landwirte würden durchaus mehr für den Naturschutz tun wollen. Doch dieser zusätzliche Aufwand müsste eben auch entsprechend honoriert werden.
  • 91 % wünschen sich mehr Förderung für eine tierfreundlichere Viehhaltung, 83 % für eine umweltfreundliche Produktion.

 

Eines schein klar zu sein: Das bisherige Fördersystem verschärft die Probleme, statt sie zu lösen! Ihr wollt mehr darüber wissen? Hier der Link zur NABU Studie