Ich glaub', ich steh' im Wald...

Bei dem Begriff „Wald“ hat vermutlich jeder Mensch ein anderes Bild vor Augen. Nicht nur, weil es so viele verschiedene Arten und Formen von Wald gibt - vom tropischen Regenwald am Äquator über unsere Laub- und Mischwälder bis hin zum Borealen Nadelwald in Kanada und Alaska -, sondern auch, weil der Wald so vielfältig genutzt wird: Er ist Rohstofflieferant und Sauerstoffproduzent, er dient dem Klima-, Wasser- und Bodenschutz, er ist Lebensraum für unzählige Tiere und Pflanzen, er bietet Pilze, Früchte und andere Leckereien, er ist Schauplatz von Mythen und Märchen, und er ist sowohl Arbeitsplatz als auch ein beliebter Ort für Sport und Erholung.  

Die ganze Fülle und Bandbreite des Waldes in einen einzigen Naturschwärmer-Monat zu packen, ist natürlich unmöglich. Aber zumindest einen kleinen Einblick möchten wir Euch in diesem Monat geben und haben deshalb Informationen, Spiele, Rezepte, Bastelvorschläge und vieles mehr für Euch zusammengestellt. Wir freuen uns, wenn Ihr dabei Neues erfahrt, Spaß beim Spielen und Basteln habt und die eine oder andere Anregung bei Euch zuhause umsetzt. Aber vor allem freuen wir uns, wenn Ihr unsere Vorschläge zum Anlass nehmt, selbst mal wieder in den Wald zu gehen. Denn wirklich erleben lässt sich ein Wald nicht am Bildschirm, sondern nur draußen!


Die Umweltstation Straubing stellt sich vor

Die Umweltstation Straubing und das Thema Wald passen perfekt zusammen, denn das Gelände der Umweltstation liegt in einem riesigen Waldstück. Mit über 240 Hektar ist der Rainer Wald das größte Schutzgebiet des LBV und bietet eine ganze Palette an verschiedenen Lebensräumen. Schulklassen und Kindergärten können dort nicht nur den Wald kennenlernen, sondern auch eine Wiese erforschen, im Weiher auf Gewässererkundung gehen, beim Geocaching ihren Spürsinn schärfen oder sich mit einer Vielzahl weiterer Themen beschäftigen. Und natürlich können Besucher auch auf eigene Faust den Rainer Wald erkunden. Ein ausgeschilderter Lehrpfad führt durch den Wald und stellt an ausgewählten Punkten ein paar Besonderheiten vor.

Aber nicht nur im Rainer Wald, sondern auch in der Stadt Straubing ist die Umweltstation aktiv. Schon seit vielen Jahren besteht eine enge Partnerschaft mit dem Johannes-Turmair-Gymnasium, das über einen wunderschönen großen Schulgarten verfügt. Die Umweltstation nutzt diesen Garten für Veranstaltungen wie Kindergeburtstage und Ferienprogramme und unterstützt im Gegenzug die Schulgarten-AGs bei ihrer Arbeit - eine Kooperation, von der beide Seiten profitieren.

Foto: C. Stierstorfer
Foto: C. Stierstorfer

Funfact des Tages

Den ganzen Mai über liefern wir euch jeden Tag kleine Wissenshappen rund um das Thema Wald - mal zum Schmunzeln, mal zum Staunen, mal zum Nachdenken und mal, um in der Familie und im Freundeskreis ein bisschen mit seinem Wissen prahlen zu können 😉 

Der Klimabaum: Weniger CO2, mehr Schutz für den Wald

Bei der Fotosynthese nehmen Bäume und andere Pflanzen Kohlendioxid (CO2) auf und produzieren daraus Glucose und Sauerstoff. Grundsätzlich ist CO2 an sich also nicht schädlich für Bäume. Aber: Durch die Verbrennung von fossilen Brennstoffen wie Kohle, Gas oder Erdöl ist die CO2-Konzentration in der Erdatmosphäre in den letzten Jahrzehnten deutlich gestiegen. Wir Menschen setzen viel mehr CO2 frei, als die Pflanzen binden können. Durch den Treibhauseffekt steigt die Erderwärmung – mit katastrophalen Folgen für uns alle: Gletscherschmelze, steigende Meeresspiegel, stärkere Wetterextreme wie Überschwemmungen, Stürme und Dürren oder die Ausbreitung von Parasiten und tropischen Krankheiten sind nur einige Beispiele dafür. Außerdem wird es zunehmend sogenannte Klimaflüchtlinge geben, weil Menschen aufgrund der Umweltveränderungen nicht mehr in ihrer Heimat leben können.

 

Natürlich beeinflusst der Klimawandel auch den Wald. Schon jetzt häufen sich Stürme und Dürreperioden. Krankheiten und Schädlinge wie der Borkenkäfer breiten sich immer mehr aus und bringen ganze Waldbestände oder einzelne Baumarten großflächig zum Absterben. Wer Wälder schützen möchte, sollte also dringend seinen CO2-Ausstoß reduzieren. Vorschläge für einen klimafreundlicheren Lebensstil gab es bereits im Februar bei den Naturschwärmern. Wirksame Verhaltensänderungen sind beispielsweise die Umstellung auf vegane Ernährung oder der Verzicht auf unnötige Autofahrten.

Wenn Euch das schwerfällt, könnte vielleicht unser Klimabaum eine kleine Motivation sein:

Druckt Euch die Vorlage aus und tragt oben den aktuellen Monat ein. Am Ende jedes Tages malt Ihr ein Blatt des Baumes aus – und zwar mit roter Farbe, wenn Ihr an diesem Tag das Auto genutzt habt, und mit grüner Farbe, wenn Ihr ohne Auto ausgekommen seid. Oder Ihr markiert entsprechend Tage mit und ohne den Konsum tierischer Lebensmittel, mit und ohne Nutzung des Smartphones, oder in welchem Bereich Ihr Euch eben verbessern wollt. Am Ende des Monats könnt Ihr Bilanz ziehen: Hat Euer Baum mehr grüne oder mehr rote Blätter? Und schafft Ihr es vielleicht im nächsten Monat, die Zahl der grünen Blätter zu steigern?

Vorlage für den Klimabaum
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Wald-Bingo

Bei diesem Spiel können auch kleinere Kinder schon mitmachen, denn man muss dafür nicht lesen oder schreiben können. Es funktioniert ganz einfach: Jedes Familienmitglied bekommt einen Ausdruck des Bingos sowie einen Stift und spaziert dann mit offenen Augen durch den Wald. Wer eines der gesuchten Objekte entdeckt, kreuzt das entsprechende Kästchen auf seinem Zettel an. Gewonnen hat je nach zuvor vereinbarter Variante entweder, wer zuerst eine waagrechte, senkrechte oder diagonale Reihe ankreuzen konnte, oder wer am Ende des Waldbesuchs insgesamt die meisten Objekte entdeckt hat. 

Bingo Vorlage
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Zecken und Co. - Unliebsame Erlebnisse im Wald

Manche Eltern haben ein ungutes Gefühl dabei, ihre Kinder im Wald spielen zu lassen. Schließlich gibt es so einiges, was man nicht unbedingt erleben möchte: Die Kinder könnten beim Klettern vom Baum fallen, giftige Pflanzen essen, Bienenstiche und Zeckenbisse erleiden oder sich einfach ziemlich schmutzig machen. Oftmals werden die Gefahren aber sehr viel höher eingeschätzt als sie tatsächlich sind. Beispielsweise wird häufig aufgrund des gefürchteten Fuchsbandwurms vor dem Verzehr von Beeren und Kräutern aus dem Wald gewarnt. Tatsächlich aber werden in Deutschland nur rund 40 Fälle pro Jahr gemeldet, in denen Menschen aus diesem Grund erkranken. Im gleichen Zeitraum sterben etwa 3.000 Menschen im Straßenverkehr - und trotzdem würde niemand auf die Idee kommen, deshalb nicht mehr in ein Auto zu steigen.

Natürlich wollen wir die Gefahren nicht verharmlosen. Ein Zeckenbiss zum Beispiel kann sehr problematisch werden, wenn dadurch Viren und Bakterien übertragen werden. Kinder komplett von der Natur und ihren Herausforderungen abzuschotten, ist aber mit Sicherheit das größte Risiko. Kinder brauchen Kontakt zur Natur, um gesund aufwachsen und zu empathischen, verantwortungsbewussten Erwachsenen werden zu können. Und schließlich gibt es ja durchaus Wege, das Risiko für unliebsame Erlebnisse im Wald zu verringern.

Wie man Gefahren aus dem Weg gehen kann und welche Gefahren vielleicht gar keine sind, seht ihr in diesem Beitrag. Einem unbeschwerten Waldbesuch sollte also nichts mehr im Wege stehen!   

Basteln mit Waldmaterial

Am kommenden Sonntag ist Muttertag, in der Woche darauf Vatertag: eine ideale Gelegenheit, um Mütter, Väter und anderen liebe Menschen mit einem kleinen Geschenk zu überraschen. Der Wald liefert dafür nicht nur Inspirationen, sondern auch jede Menge Material zum Basteln - und das auch noch völlig umsonst. Hier seht ihr drei Vorschläge für nette kleine Geschenke aus dem Wald.


Wer wohnt in und an der Eiche?

Im heutigen Baumportrait stellen wir euch die Stieleiche vor. Große, alte Eichen sind mit ihrer riesigen Blätterkrone und ihren knorrigen Ästen wirklich beeindruckende Geschöpfe. Aber nicht nur wir Menschen finden die Eiche toll, sondern auch viele Tiere. Eichelhäher, Eichhörnchen, Eichenbock …  Die Namen verraten es schon: Viele Tiere sind auf den Lebensraum Eiche spezialisiert. In einer großen Eiche können über 170 Schmetterlings-, mehr als 1.000 Käferarten und unzählige andere Insekten leben. Zahlreiche Vögel und Säugetiere ernähren sich von ihren Früchten oder finden in der Eiche Schutz und Brutplätze. Hier könnt ihr einige Bewohner der Eiche kennenlernen: 

Tierische Waldbewohner

Das Reh ist die Frau vom Hirsch - oder?

Echte Naturschwärmer wissen natürlich: Reh und Rothirsch sind zwei verschiedene Tierarten. Beide gehören zur Familie der Hirsche, zu der beispielsweise auch Elche und Rentiere zählen.  

Das Reh (Capreolus capreolus) ist mit einer Schulterhöhe von etwa 50 bis 85 Zentimetern deutlich kleiner als der Rothirsch (Cervus elaphus), der eine Schulterhöhe von bis zu 130 Zentimetern erreichen kann. Bei beiden Arten entwickeln die Männchen ein Geweih, die Weibchen nicht. 

 

Und wie heißt nun die Frau vom Hirsch? In der Jägersprache gibt es verschiedene Bezeichnungen, aber allgemein wird ein weiblicher Hirsch als Hirschkuh bezeichnet, während ein männlicher einfach Hirsch genannt wird. Ein männliches Reh nennt man Rehbock und ein weibliches Ricke. Und die Jungtiere von Reh und Rothirsch heißen nicht etwa Bambi, sondern Kitz und Kalb. 

 

Mehr über Rehe, Hirsche und andere Waldbewohner könnt Ihr in der kleinen Bildergalerie erfahren. 

Waldbewohner-Quiz

Fuchs und Wildschwein kennt natürlich jeder, aber wie sieht es mit den anderen Waldbewohnern aus? Bei diesem Bilderquiz könnt ihr euer Wissen überprüfen. Kleiner Tipp: Ein paar der gesuchten Tiere haben wir euch heute in der Bildergalerie vorgestellt.  

Von A wie Ahorn bis Z wie Zitterpappel: Bäume im Portrait

Rund 60.000 Arten von Bäumen gibt es weltweit – eine durchaus beeindruckende Zahl. Auch wenn in Deutschland mit ungefähr 70 bis 90 Arten (je nachdem, wie viele Unterarten dazu gezählt werden und ob man einzelne Exoten mit berücksichtigt) die Vielfalt deutlich kleiner ist: Man muss schon ein wahrer Waldexperte sein, um alle heimischen Bäume bestimmen und auseinander halten zu können. Aber man kann ja klein anfangen und sich zumindest mit den wichtigsten und häufigsten Bäumen vertraut machen. In diesem Monat stellen wir euch einige Bäume vor, mit Angaben zu Größe, Standort und Aussehen. Außerdem gibt es zu jedem Baum Hintergrundinfos und praktische Tipps, wie man den jeweiligen Baum kulinarisch, medizinisch oder anderweitig nutzen kann.

Zitronenfalter - Wer lange schläft, ist früher wach

Viele Menschen bringen Schmetterlinge ausschließlich mit dem Lebensraum Wiese in Verbindung. Beim Wald denken die meisten eher an Tiere wie Wildschwein, Reh oder Buntspecht. Tatsächlich aber gibt es rund 30 heimische Tagfalter, die auf den Wald angewiesen sind. Und an Waldrändern oder auf Lichtungen, wo die Lebensräume ineinander übergehen, kann sich eine ganze Reihe von Arten tummeln.  

Ein Schmetterling, den man bereits im zeitigen Frühjahr häufig im Wald sieht, ist der Zitronenfalter. Weil er als ausgewachsener Falter überwintert, ist er schon vor den anderen Schmetterlingen unterwegs und legt seine Eier. Seine Raupen ernähren sich von den Blättern des Faulbaums oder anderer Kreuzdornarten.  

Der Naturfotograf Ralph Sturm hat Zitronenfalter bei der Eiablage gefilmt und dabei faszinierende Bilder aus der Schmetterlingsperspektive eingefangen. Wir wünschen Euch viel Spaß beim Zuschauen!

Rekorde in der Baumwelt

Baumhöhe messen

So hoch wie die Mammutbäume in den USA werden unsere heimischen Buchen, Eichen und Fichten zwar nicht – aber ein paar können dennoch eine stattliche Größe erreichen. Und mit einem einfachen Trick könnt ihr ganz leicht herausfinden, wie hoch der Baum ist, vor dem ihr gerade steht.


LandArt - Kunstwerke in und mit der Natur

Ihr möchtet mal wieder ein bisschen kreativ werden – aber der Zeichenblock ist leer, der Kleber eingetrocknet, und von den Buntstiften sind nur noch gelb und lila übrig? Dann macht doch einfach einen Ausflug in den nächsten Wald!  

Bei Land Art geht es darum, Kunstwerke ausschließlich aus Naturmaterialien zu gestalten und vor Ort in der Natur zu belassen. Aus Fichtenzapfen ein Mandala legen, ein wildes Ungeheuer aus Steinen und Ästen erschaffen oder mit Naturfarben einen Regenbogen gestalten: bei Land Art sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.  

Wald-Poesie

Der Wald bietet seit Menschengedenken für Künstler, Schriftsteller, Gelehrte u.v.m. Inspiration, Denkanstöße oder einfach Ruhe. Heute bieten wir euch einen kleinen, bunten Haufen ausgewählter Waldanregungen. 

Essbar oder giftig?

Ein Waldbesuch lohnt sich auch aus kulinarischer Sicht, denn dort warten jede Menge Leckereien – und zwar anders als im Supermarkt völlig kostenlos und ohne Plastikverpackung, Belastungen durch Pestizide oder lange Transportwege. Allerdings sollte man sich gut auskennen und nur Pilze und Pflanzen ernten, die man auch wirklich zweifelsfrei bestimmen kann. Ob ihr genießbare und giftige Pflanzen unterscheiden könnt, könnt ihr bei unserem Quiz testen. Welche Pflanzen könnt ihr in den Korb packen, und welche solltet ihr lieber im Wald lassen? 

Klima und Wald

Warum ist der Wald so wichtig fürs Klima?

Das Klima zu schützen, bedeutet auch den Wald zu schützen. Der Wald kann aus vielfältigen Gründen die Klimakrise abmildern – wenn er jedoch abgeholzt oder durch Waldbrände zerstört wird, wird die Klimakrise dadurch noch weiter verschlimmert. Leider leiden unsere Wälder bereits jetzt unter der Klimakrise: Trockenheit, Hitze und Stürme schädigen sie stark. Um unsere Wälder zu schützen, müssen wir also auch das Klima schützen.

Der Wald ist wichtig fürs Klima, denn bei der Photosynthese stellen die Bäume aus dem Treibhausgas Kohlendioxid Sauerstoff her. Dabei binden Sie das Kohlendioxid: d.h. es bleibt aus der Luft entfernt, bis der Baum z.B. verbrannt wird. Zusätzlich schützen die Bäume unsere Böden, die ebenfalls Kohlendioxid binden. Der Wald speichert außerdem Wasser und hat eine wichtige Funktion im Wasserkreislauf. In waldarmen Regionen gibt es weniger Niederschläge als in Waldreichen. Aber das war es noch nicht: Der Wald hat auch eine kühlende Wirkung.

 

Wie das genau funktioniert, könnt ihr bei unseren Experiment selbst erforschen!

 

Experiment: Der Wald macht Sauerstoff

  • Material:
  • Wasserpest (erhältlich im Zoo-/Aquarienfachhandel)
  • Aquarienzierkies (erhältlich im Zoo-/Aquarienfachhandel)
  • Hohes Glasgefäß
  • Wasser

 

So geht´s:

  • Befüllt das Gefäß mit Wasser
  • Füllt etwas (gewaschenen) Aquarienzierkies hinein
  •  Gebt die Wasserpest so hinein, dass sie im Kies steckt
  • Verschließt die Falsche ggf. (wenn möglich)
  • Stellt sie an einen sonnigen Platz und wartet etwas ab, bei uns hat es ca. 1 Stunde gedauert
  • Nun schaut, wo sich Luftbläschen mit Sauerstoff gebildet haben!

 ErErklärung:

Die Wasserpest verbraucht das im Wasser gelöste Kohlendioxid während der Photosynthese und bildet dabei Sauerstoff. Diese Sauerstoffbläschen versuchen zur Wasseroberfläche aufzusteigen. Dort, wo die Luftbläschen in den Blättern hängen bleiben, können sie gut betrachtet werden. Wenn die Sonne auf die Pflanze scheint, kann man manchmal sogar beobachten, wie die Bläschen von den Blättern nach oben steigen. Es lohnt sich also, das Experiment ein paar Tage stehen zu lassen.

Die Bäume im Wald produzieren wie unsere Wasserpest auch Sauerstoff und verwenden dafür das Treibhausgas Kohlendioxid. Dabei binden Sie das Kohlendioxid: d.h. es ist aus der Luft entfernt, bis der Baum z.B. verbrannt wird.

Experiment: Der Wasserkreislauf im Wald

Material:

  • Großes Glas mit Deckel
  • Eine Handvoll Moos
  • Etwas Wasser

 

So geht´s:

  • Befüllt das Glas mit Moos
  • Befeuchtet das Moos mit etwas Wasser
  • Verschließt das Glas
  • Stellt es an einen sonnigen Platz und wartet etwas ab, es kann auch einen Tag dauern
  • Schaut, ob sich am Rand des Glases Wasser niederschlägt

 

Erklärung:

Das feuchte Moos gibt das Wasser ab, wenn die Sonne darauf scheint und es sich erwärmt. Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte Luft. Wenn das Glas sich wieder abkühlt, schlägt sich die Feuchtigkeit am Glas nieder und bildet kleine Wassertröpfchen, die herabrinnen und das Moos befeuchten. Ein kleiner Wasserkreislauf ist entstanden. Genauso passiert es auch im Wald, nur im größeren Ausmaß. Der Waldboden und die Pflanzen nehmen die Feuchtigkeit ebenfalls auf, speichern sie und geben sie an warmen Tagen wieder ab.

Besonders praktisch: Dabei entsteht die Verdunstungskälte. Deshalb ist das Kleinklima im Wald auch oft kühler, feuchter und viel erträglicher als z.B. in der Stadt (die sich besonders stark aufheizt) oder auf landwirtschaftlichen Flächen.

 

Experiment: Verdunstung kühlt

Material:

  • 2 kleine Getränke in Glasflaschen
  • 2 größere (dunkle) Socken
  • Etwas Wasser
  • Einen sonnigen Sommertag

So geht´s:

  • Befeuchtet eine der Socken mit Wasser
  • Stülpt die nasse Socke über eine Flasche
  • Stülpt die trockne Socke über eine Flasche
  • Stellt die umhüllten Flaschen in die Sonne
  • Wartet ab, bis die nasse Socke getrocknet ist
  • Probiert: Welches Getränk schmeckt kühler?

 

Erklärung:

Wenn Wasser verdunstet, entzieht es der Umgebung Energie in Form von Wärme. Die sogenannte Verdunstungskälte entsteht. Bei unserem Experiment wurde dabei zuerst das Glas der Flasche und dann auch das Getränk abgekühlt. Das Ergebnis: Das Getränk, das vorher mit der nassen Socke umhüllt war, schmeckt kühler. Das kenn ihr vielleicht auch von nasser (Bade)kleidung: Darin friert man viel schneller als in trockner Kleidung.

Diese Verdunstungskälte entsteht auch, wenn im Wald gespeichertes Wasser abkühlt. Deshalb ist das Kleinklima im Wald auch oft kühler, feuchter und viel erträglicher als z.B. in der Stadt (die sich besonders stark aufheizt) oder auf landwirtschaftlichen Flächen.


Wieso räumt hier niemand auf?

Der Rainer Wald in der Nähe von Straubing ist seit 2005 im Besitz des LBV und inzwischen bei Naturfreunden in ganz Bayern bekannt. Irgendwie ist es dort aber ganz schön unordentlich. Umgestürzte Bäume, abgebrochene Äste - alles liegt kreuz und quer durcheinander. Warum räumt denn hier niemand auf?!? 

Naturschwärmerin Julia wollte es genau wissen und hat deshalb bei einem Experten nachgefragt.  

Suchmaschine Ecosia: Nicht googeln, sondern Bäume pflanzen!

 

goo|geln: mit Google® im Internet suchen, recherchieren

 

Seit 2004 ist dieser Eintrag im Duden zu finden. Mit über 90 % aller Suchanfragen ist Google die mit Abstand beliebteste Internet-Suchmaschine in Deutschland. Man sollte sich aber gut überlegen, ob man wirklich diese Suchmaschine oder vielleicht doch lieber eine Alternative nutzen möchte, denn die Liste der Kritikpunkte am Unternehmen Google LLC ist lang: Steuerflucht, Unterstützung von Klimaleugnern, Mitwirkung in kriegerischen Auseinandersetzungen, Diskriminierung, Manipulation der Suchergebnisse, Aufweichen des Datenschutzes …

Eine mögliche Alternative ist beispielsweise die Suchmaschine Ecosia. Dort werden die durch Suchanfragen generierten Einnahmen dazu verwendet, Bäume zu pflanzen. Die Seite erstellt außerdem kein persönliches Nutzerprofil, verkauft keine Daten an Werbetreibende und verwendet keine Tracking-Tools. Ecosia betreibt seine Server mit Ökostrom bzw. kauft für externe Server Zertifikate zur Klimakompensation. Alle Aktivitäten, Finanzberichte und Baumpflanzbelege werden monatlich veröffentlicht.

Ecosia lässt sich unkompliziert und in wenigen Augenblicken als Standardsuchmaschine einrichten. Sollte man einmal nicht mit den Suchergebnissen zufrieden sein, kann man bei Bedarf immer noch auf eine andere Suchmaschine zurückgreifen. Aber „Bäume pflanzen“ klingt doch viel schöner als „googeln“, oder?


Frischpapier vs. Recyclingpapier

Jedes Jahr werden weltweit Millionen von Bäumen für die Papierherstellung gefällt. Um das Klima zu schützen lohnt es sich deshalb, auf recyceltes Papier zurückzugreifen. Unsere Bufdis von den Umweltstationen Rothsee, Altmühlsee und Kleinostheim erklären euch in diesem Video, welche Vorteile Recyclingpapier mit sich bringt und worauf ihr beim Kauf achten solltet. 

Spiele im Wald

Eigentlich bräuchte man gar keine Spielvorschläge für den Waldbesuch, denn es gibt dort so viel zu entdecken, dass sich Kinder in der Regel sehr gut selbst beschäftigen können. Wer trotzdem ein paar Aktionen parat haben möchte, findet hier einige Anregungen. Alle benötigten Spielmaterialien gibt es vor Ort im Wald, so dass man jederzeit loslegen kann, ohne dafür einen ganzen Rucksack voll Ausrüstung mitschleppen zu müssen.

Suchbild

Bei diesem Spiel können zwei Personen oder Kleingruppen überprüfen, wer die schärferen Augen und das bessere Gedächtnis hat. Auf einer möglichst ebenen Fläche legt jede Gruppe aus Ästen ein Quadrat auf den Boden. Die so eingeschlossene Fläche sollte etwa einen Quadratmeter groß sein und zwischen den beiden Flächen mindestens fünf Meter Abstand liegen. Dann hat jede Gruppe eine Minute Zeit, sich ihre Fläche ganz genau anzuschauen und sich möglichst viele Details einzuprägen. Anschließend geht jede Kleingruppe zur Fläche der anderen Gruppe und nimmt dort fünf Veränderungen vor, zum Beispiel einen Fichtenzapfen entfernen, einen Ast anders positionieren oder ein paar Bucheckern dazulegen. Dann geht jede Gruppe wieder zu ihrem eigenen Quadrat und versucht, alle fünf Veränderungen zu entdecken.


Ich sehe was, das du nicht siehst

Ein Mitspieler sucht unauffällig die Umgebung nach einem markanten Objekt ab, ruft „Ich sehe was, das du nicht siehst, und das ist …“ und nennt oder beschreibt das Objekt. Zum Beispiel: „Ich sehe was, das du nicht siehst, und das ist ein Baumstumpf / ein Ameisenhaufen / eine Fichte mit abgebrochener Krone / etwas das rot ist und eigentlich nicht in den Wald gehört“. Alle Mitspieler versuchen das gesuchte Etwas zu entdecken und möglichst schnell hinzulaufen. Wer als erstes am gesuchten Objekt angekommen ist, darf die nächste Runde starten und sich ein Ding aussuchen.


Hepp und Hopp

Bei diesem Spiel sollten mindestens vier Personen mitspielen, es können aber auch deutlich mehr sein. Jeder Mitspieler braucht einen ca. ein Meter langen, möglichst geraden Ast. Die Mitspieler stehen in einem engen Kreis, stellen ihren Ast senkrecht vor sich auf den Boden und halten ihn mit einer Hand fest. Die andere Hand wird hinter den Rücken gelegt oder in die Hosentasche gesteckt. Ein Spieler übernimmt die Kommandos und ruft wahlweise entweder „hepp“ oder „hopp“. Beim Kommando „hepp“ lässt jeder Spieler seinen Ast los, geht einen Schritt nach rechts und versucht, den dortigen Ast festzuhalten, bevor er umfällt. Dazu darf nur eine Hand verwendet werden. Beim Kommando „hopp“ geht jeder einen Schritt nach links zum dort stehenden Ast. Wer einen Ast nicht mehr rechtzeitig auffangen kann, scheidet aus. 


Zapfenknacken

Dieses Spiel ist genauso albern, wie der Name verspricht, macht aber großen Spaß. Es treten zwei Gruppen gegeneinander an, wobei eine Gruppe aus nur einer oder aus beliebig vielen Personen bestehen kann. Zunächst werden je nach Gruppengröße zehn bis vierzig Fichtenzapfen gesammelt und auf zwei gleich große Haufen verteilt. Zehn Meter von den Haufen entfernt wird aus Moos, Ästen oder Steinen ein Kreis mit etwa dreißig Zentimetern Durchmesser als Zielgebiet markiert. Die beiden Gruppen stellen sich jeweils in einer Reihe hinter ihren Zapfenhaufen auf. Auf ein Startsignal hin schnappt sich der erste Spieler aus jeder Reihe einen Zapfen, klemmt ihn zwischen die Beine und hüpft damit zu seinem Zielgebiet. Dort angekommen, wird der Zapfen ins Ziel fallen gelassen - ohne die Hände zu Hilfe zu nehmen. Dann läuft der Spieler zurück zum Anfangspunkt und gibt dem nächsten in der Reihe das Signal zum Loslaufen. Wer unterwegs seinen Zapfen verliert, muss diesen aufheben, zurück an den Start kommen und sich wieder hinten in der Reihe anstellen. Gewonnen hat die Gruppe, die am schnellsten alle Zapfen ins Ziel bringt. 


Waldsprichwörter

„Holzkopf“, „Auf Holz klopfen“ oder auch „Einen alten Baum versetzt man nicht“ – in unserem Sprachgebrauch finden sich etliche Sprichwörter mit Bezug zu Bäumen, Holz und Wald. Hier haben wir ein paar für euch gesammelt. Fallen euch noch weitere Sprichwörter zum Wald ein?

Köstlichkeiten aus dem Wald

Der Wald liefert Holz und Sauerstoff, dient dem Klima- und Wasserschutz, ist Lebensraum für Tiere und Pflanzen und ein toller Ort zum Spielen und Erholen. Und noch etwas bietet uns der Wald: Jede Menge köstliche Pilze, Früchte und Pflanzen. Worauf ihr beim Sammeln achten solltet, haben wir euch im Wildkräuter-Monat schon erklärt: Nicht in Schutzgebieten sammeln, keine geschützten Pflanzen mitnehmen, nur wenige Pflanzen an derselben Stelle pflücken und den Großteil stehen lassen, und natürlich nur Pflanzen sammeln, die man mit absoluter Sicherheit richtig bestimmen kann. Wer sich gut mit Wildpflanzen auskennt, findet fast das ganze Jahr über Essbares im Wald, das sich zu Suppe, Salat, Gemüse, Pesto oder Marmelade verarbeiten lässt. Hier findet ihr drei Rezepte mit Heidelbeeren, Holunder und Knoblauchsrauke. 

Holunderblütensirup

Rezept für Holundersirup
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Pesto aus Knoblauchsrauke

Rezept für Pesto aus Knoblauchsrauke
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Hoibadotsch

Rezept für Hoibadotsch
Hoibadotsch.pdf
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Blätter und Früchte: Ein Memo-Spiel für Baumexperten

Den ganzen Mai über haben wir euch in unseren Baumportraits verschiedene Bäume vorgestellt. Neben Interessantem und Wissenswertem rund um den jeweiligen Baum lag ein besonderes Augenmerk auf den Blättern und Früchten. Auf alle Baumexperten wartet deshalb nun eine spezielle Herausforderung: Bei unserem Memory passen immer zwei Karten zusammen – allerdings zeigen sie nicht dasselbe Motiv, sondern jeweils Blätter und Früchte desselben Baumes. Schafft ihr es, die Karten richtig zuzuordnen?  

Herbarium anlegen

Ein Herbarium ist eine Sammlung von konservierten (also getrockneten und gepressten) Pflanzen oder Pflanzenteilen. Es kann dabei helfen, sich Form, Farbe und Aussehen von Pflanzen zu merken – zum Beispiel von Blättern der verschiedenen Bäume, die wir euch im Laufe des Monats vorgestellt haben. Und außerdem macht das Sammeln und Basteln sehr viel Spaß 😊

Unsere BFDler zeigen euch, wie’s geht.


Der Ruf des Waldkauzes – Pfeifen leicht gemacht

Er ist ein Klassiker und darf in keinem Gruselfilm fehlen: Der Ruf des Waldkauzes. Das langgezogene, heulende „Huh-Huhuhu-Huuuh“ kann einem schon mal die Haare zu Berge stehen lassen, wenn man es beim Abendspaziergang plötzlich aus dem Gebüsch tönen hört. Dabei will der Waldkauz gar niemanden erschrecken, sondern nur klar machen, wo sich sein Revier befindet.

Wie ihr diesen Ruf ganz einfach nachmachen könnt, zeigen wir euch in diesem Video. Ihr braucht dazu nichts weiter als eure Hände. Ein bisschen üben muss man zwar schon, aber es lohnt sich auf jeden Fall. Denn wer wie ein Waldkauz rufen kann, kann nicht nur die nächste Nachtwanderung ein wenig aufpeppen, sondern auch herausfinden, ob und wo sich in der Nähe ein echter Waldkauz befindet.


Maipfeiferl schnitzen

Naturschwärmerin Luise zeigt euch in diesem Video, wie ihr ein Maipfeiferl schnitzen könnt. Es ist auch unter dem Namen Weidenpfeife oder Weidenflöte bekannt, denn Weiden eignen sich sehr gut dafür. Ihr könnt das Pfeiferl aber genauso gut aus Esche, Eberesche, Holunder oder Haselnuss schnitzen. Der Name Maipfeiferl ist auch deshalb passender, weil man dieses Instrument nicht das ganze Jahr über basteln kann, sondern nur im Frühsommer, wenn die Äste schön frisch und grün sind. 

Ab nach draußen!

Was haben der Geschäftsführer des LBV, der Oberbürgermeister von Straubing und ein bekannter Radiomoderator gemeinsam? Sie alle sind gerne im Wald :-)  

Was sie dort so treiben, wieso sie gerne im Wald sind und warum ihr auch mal wieder rausgehen solltet, verraten sie euch in diesem Video.

Wenn es Nacht wird im Wald

Die Nacht hat viele Gesichter und gehört zu einem ganzen Tag dazu. Sie hat ihren ganz eigenen Zauber. Die Dunkelheit macht manch einem von uns vielleicht auch Angst, vor allem im Wald. Der nächtliche Wald hat seine eigenen Geheimnisse und steckt voller Leben.