Überall in der Natur hinterlassen Tiere kleine Hinweise – wie eine geheime Botschaft. Wer genau hinschaut, kann spannende Geschichten entdecken: Wer war hier? Wohin ist das Tier gelaufen? Was
hat es gefressen?
Spurenlesen ist eine echte Forscherkunst! Förster, Ranger und Naturfreunde nutzen sie bis heute, um Tiere zu beobachten. Große Tiere wie Rehe oder Wildschweine verraten sich leicht: ihre
Hufabdrücke im Boden, verbissene Zweige oder geknickte Äste sind gut sichtbar. Bei kleinen Tieren wie Igel oder Eichhörnchen wird es kniffliger – manchmal findet man nur ein paar Haare, eine
Feder oder kleine „Losung“ (Kot). Alles sind wichtige Beweisstücke!
Und es geht noch feiner: Auch Insekten und Schnecken hinterlassen Spuren. Vielleicht entdeckst du die Schleimspur einer Schnecke, die Bissspuren einer Raupe oder das winzige Loch des
Haselnussbohrers in einer Nuss. In Hecken und Gärten gibt es unzählige solcher Hinweise.
Im Winter macht Spurenlesen besonders Spaß: Im Schnee sind fast alle Fährten deutlich zu sehen.
Also: Zieht euch warm an, nehmt eine Lupe mit und werdet zum Naturdetektiv!