Im Winter brauchen Tiere besonders viel Energie, um warm zu bleiben. Deshalb sind Nüsse wie Haselnüsse oder Walnüsse echte Kraftpakete für Eichhörnchen, Mäuse und andere Waldbewohner. Auch Samen
von Bäumen – zum Beispiel Bucheckern, Eicheln oder die Samen von Fichten und Kiefern – sind heiß begehrt. Sie fallen im Herbst vom Baum und liegen oft den ganzen Winter unter der Schneedecke
bereit.
Wenn ihr draußen unterwegs seid, schaut euch mal genau um: An Fichten, Kiefern oder Sträuchern wie Hasel könnt ihr angeknabberte Zapfen oder Nüsse entdecken. Wer war hier wohl am Werk?
Eichhörnchen, Mäuse oder vielleicht ein Vogel? Werdet zu Natur-Detektiven und findet es heraus!
Tipp: Nehmt eine kleine Lupe mit und macht Fotos von euren Funden. Zuhause könnt ihr gemeinsam vergleichen, welche Spuren zu welchem Tier gehören.
Im Winter sind Baum- und Strauchfrüchte für viele Tiere ein echter Energieschub – genau wie wir Menschen Nüsse lieben! Haselnüsse, Walnüsse, Bucheckern oder Fichtensamen sind heiß begehrt bei
Insekten, Vögeln und Säugetieren.
Bei eurem nächsten Spaziergang im Garten, Wald oder Park könnt ihr spannende Spuren entdecken: Schaut unter Fichten, Kiefern, Haselsträuchern, Walnussbäumen oder Eichen nach angeknabberten
Früchten. Mit etwas Geduld findet ihr bestimmt welche!
Und jetzt wird’s spannend: An der Art, wie die Nuss oder der Samen geöffnet wurde, erkennt ihr, wer hier am Werk war.
Die kleinsten Spuren – vom Rüsselkäfer
Winzig klein, aber mit großem Appetit: Der Rüsselkäfer hinterlässt nur ein winziges Loch in der Schale. Der Haselnussbohrer zum Beispiel legt sein Ei in eine junge Nuss. Die Larve frisst das
Innere auf und verlässt die Nuss durch ein kleines Loch. Zurück bleibt eine „taube Nuss“ – eine leere Schale mit einem Mini-Loch.
Eichhörnchen – die Nussknacker
Eichhörnchen knacken Nüsse wie Profis! Sie klemmen die Nuss zwischen ihre Schneidezähne und spalten die Schale in zwei Hälften. Typisch sind Bruchkanten, nicht feine Nagespuren.
Mäuse – die Knabbermeister
Mäuse wie Waldmaus oder Haselmaus nagen mit ihren kleinen Zähnchen ein Loch in die Schale. Zurück bleiben deutliche Nagespuren rund um das Loch.
Fichten- und Kiefernzapfen sind im Winter wie kleine Schatztruhen: Zwischen den Schuppen verstecken sich winzige, energiereiche Samen. Viele Tiere haben clevere Tricks entwickelt, um an diese
Leckerbissen zu kommen.
Eichhörnchen – der Zapfen-Profi
Eichhörnchen starten immer an der Basis des Zapfens und halten ihn mit der Spitze nach unten in ihren Pfötchen. Mit den Zähnen beißen sie Schuppe für Schuppe ab. Zurück bleibt ein fransiger
Zapfenstummel mit deutlichen Abbissspuren. An einem „Fressplatz“ liegen oft viele angeknabberte Zapfen – ein Eichhörnchen braucht einige Portionen, um satt zu werden!
Waldmaus – die Feinarbeiterin
Die Waldmaus knabbert die Schuppen ganz sauber ab, um an die Samen zu kommen. Ihr Zapfenstummel sieht glatt abgenagt aus.
Extra spannend: Manchmal findet ihr Zapfen mit glatten und ausgefransten Stellen – dann haben Eichhörnchen und Mäuse sich den Zapfen geteilt!
Vögel – ohne Hände, aber mit Köpfchen
Wie kommen Vögel an die Samen?
- Buntspecht: Hackt die Schuppen mit seinem Schnabel beiseite. Der Zapfen sieht danach ziemlich „zerrupft“ aus.
- Spechtschmiede: Möchte der Specht lieber hoch oben fressen, klemmt er den Zapfen in eine Astgabel oder ein selbst gezimmertes Loch im Baum. So kann er bequem hacken.
- Fichtenkreuzschnabel: Der Spezialist! Mit seinem gekreuzten Schnabel schlitzt er die Schuppen auf und holt die Samen heraus. Typisch: längs geschlitzte Schuppen.
Und noch mehr Spuren im Winter
Wenn Schnee liegt und Futter knapp ist, knabbern Kaninchen, Rehe oder Rotwild auch an Baumrinde oder jungen Trieben. Diese „Verbiss-Spuren“ sind ein Hinweis auf die harte Zeit für Wildtiere.
Manchmal entdeckt ihr sogar einen Tierkadaver – eine echte „Fraßspur“ im wörtlichen Sinne.