Aus der Nähe betrachtet
ist ein Vogelnest ein echtes Kunstwerk: warm, weich ausgepolstert und oft geschickt an Ästen und Zweigen befestigt. Bei dieser Aktion erlebt ihr draußen gemeinsam, wie vielseitig die
Naturmaterialien sind, die Vögel (und wir!) zum Nestbau nutzen.
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Gut biegbaren Blumendraht (1-1,5m)
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Zange/Seitenschneider
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Optional:
echte, alte Vogelnester zum Anschauen (nur wenn sicher unbewohnt)
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Naturmaterialien
aus der Umgebung
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Optional für das Suchspiel: (Schokoladen)Eier
Tipp:
Zange/Seitenschneider und ggf. Handschuhe für Erwachsene (zum Draht schneiden und Enden sicher umbiegen).
Die Drahtunterlage ist
eure „Bauhilfe“, weil wir Menschen beim Nestbau nicht so geschickt sind wie
Vögel.
1)
Draht um die Hand wickeln
Wickelt den Blumendraht mehrmals locker um eine Hand, bis ein Paket aus
gleich großen Schlaufen entsteht.
2)
Schlaufenpaket abziehen
Zieht das gewickelte Drahtpaket vorsichtig von der Hand – es bleibt ein
runder „Ring“ aus vielen Schlaufen.
3) Teilen und in der Mitte fixieren
Legt die Hälfte
der Schlaufen auf die rechte und die andere Hälfte der Schlaufen auf die linke Seite, so dass eine liegende Acht entsteht. Fixiert die Schlaufen in der Mitte mit etwas Draht.
4)
Schlaufen auffächern („Blume“ legen)
Fächert die Schlaufen nun rundherum auf, bis eine blütenartige Form
entsteht.
5) Zur
Nestschale formen
Drückt die „Blume“ vorsichtig zusammen und forme eine schalenförmige
Unterlage – fertig ist euer kleines „Drahtkörbchen“ fürs Nest.
Sicherheits-Hinweis:
Wenn Drahtenden abstehen, diese am besten von Erwachsenen nach innen umbiegen oder kurz mit Tape sichern.
1)
Einstieg: Wer hat schon mal ein Nest entdeckt?
Lasst die Kinder erzählen, welche
Vogelnester sie schon gesehen haben, wie sie aussahen und wo sie waren.
Optional: Wenn ihr ein altes,
unbewohntes Nest habt, könnt ihr es gemeinsam anschauen und überlegen, welche Materialien verwendet wurden.
In
Nestern findet man z. B.
Grashalme, kleine Wurzeln, Zweige, Moos, Flechten, manchmal sogar Lehm sowie Tierhaare oder Federn.
2)
Sammelrunde: Nestbaumaterial finden
Jetzt bekommen die Kinder die
Aufgabe, in der Umgebung Materialien zu sammeln, die sie für den Nestbau nutzen möchten.
Gut
geeignet sind z. B.
Gräser, Moos, kleine Zweigstückchen, Wurzeln, Flechten – alles, was trocken, weich oder gut zum Verflechten ist.
3) Nest
bauen (mit Drahtunterlage)
Nun baut jedes Kind ein Nest in der
Drahtunterlage.
Wenn nötig, könnt ihr kleine Hilfen
geben:
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Gräser
lassen sich in den Draht einflechten,
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Zweigstückchen
kann man zwischen die Drahtschlingen schieben,
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mit Moos
und Flechten wird das Nest weich ausgepolstert.
4)
Verstecken: Nester in Wald/Hecke platzieren
Wenn alle fertig sind, werden die Nester in einem vorher festgelegten
Wald oder Heckenstück möglichst unauffällig versteckt.
5)
Suchspiel: „Nestbauer“ werden zu „Vogelkundler*innen“
Jetzt geht ihr gemeinsam auf die
Suche – bei jedem gefundenen Nest wird der Nistplatz besprochen.
Fragen, die ihr dabei stellen
könnt:
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War das
Nest leicht zu finden?
-
Ist der
Platz gut geschützt vor Wetter und Fressfeinden?
6)
Optional: kleine Überraschung
Eine besonders schöne Wendung: In manchen Nestern tauchen
plötzlich (Schokoladen) Eier auf. Am Ende werden die Eier gerecht geteilt – und beim
Naschen werden die eingesammelten Nester nochmal gemeinsam bestaunt.
Diese Idee verbindet Naturwahrnehmung, kreatives Gestalten und Bewegung draußen – und sie weckt Achtung vor der Geschicklichkeit und Bauleistung der Vögel.