Ab durch die Hecke

Die Vorteile einer Hecke für uns Menschen liegen auf der Hand:

 

In unseren Gärten ist sie ein wirksamer Sicht- und Windschutz. Im freien Gelände verringern Feldgehölze den Bodenabtrag, fördert die Taubildung und reduzieren die Verdunstung. Untersuchungen zeigen, dass der landwirtschaftliche Ertrag der angrenzenden Felder höher ist. Ein Grund dafür ist, dass die Hecken Herberge für viele Nützlinge sind, die den tierischen Schädlingen den Garaus machen.  

 

An heißen Sommertagen spenden sie angenehmen Schatten und Kühle. Das kannst du am eigenen Leib spüren:  Kuschle dich an einem heißen Sommertag in die Hecke und miss mit einem Thermometer die Temperatur, anschließend suche dir eine sonnenexponierte Lage am Heckenrand. Du wirst einen großen Unterschied spüren und messen können.   

 

Buntes Herbstlaub (Foto: pixabay)
Buntes Herbstlaub (Foto: pixabay)

Im Herbst ist die Hecke besonders attraktiv. Sie bringt ein wahres Feuerwerk an Farben hervor. Von dunkelrot über goldgelb hin zu einem tiefen Braun, sie leuchtet in allen Nuancen und verwöhnt damit unsere Augen.  

 

Wir laden euch ein, mit uns auf Hecken-Safari zu gehen.

 

Die Hecke ist ein wertvoller Lebensraum für verschiedenste Pflanzen und Tiere, und ein toller Abenteuerspielplatz für Kinder und für Erwachsene. 

 

Mit unseren Natur-Videos kannst du das „Nächtliche Treiben rund um den Igeltunnel“ beobachten und die „Rettung der Siebenschläfer“ hautnah erleben. Unsere Anleitungen zum Bau eines Igeltunnels und zur Spurensuche laden zum Mitmachen ein. Auch die Feinschmecker werden auf ihre Kosten kommen. Märchen und Kinderlieder entführen euch in die geheimnisvolle Welt der Heckentiere.  

Alltagstipp: Schätze der Hecke ernten und verarbeiten

Früchte und Wildgemüse aus der Hecke zu verarbeiten ist nicht nur gesund und lecker, sondern auch effektiver Klimaschutz, da sie vor Ort geerntet und so weite Transportwege eingespart werden.

Die meisten in den Supermärkten angebotenen Frucht- und Gemüsesorten, sind bereits einige tausend Kilometer gereist und haben dadurch eine schlechte CO² Bilanz. Häufig werden die dargebotenen Waren in trockenen Gebieten wie dem Mittelmeerraum angebaut. Dabei wird wertvolles Trinkwasser für die Bewässerung der Plantagen verwendet und steht so der dort lebenden Bevölkerung nicht mehr zur Verfügung. 

 

Ein weiterer Vorteil von heimischen Wildfrüchten und Wildgemüse ist, dass sie gänzlich ohne Düngung und Pestizide gedeihen, deren Herstellung sehr energieaufwändig ist.  

Challenge: Heckensträucher pflanzen – Der Familie und der Natur etwas Gutes tun

Ran an die Spaten und heimische Sträucher pflanzen. (Foto: M. Mitterer)
Ran an die Spaten und heimische Sträucher pflanzen. (Foto: M. Mitterer)

Der Familie etwas Gutes tun

 

Hecken umfassen unsere Gärten, bilden einen lebendigen Sicht- und Windschutz, reduzieren den Lärm und spenden an heißen Tagen kühlen Schatten. In vielfältigen Gärten bieten sie kombiniert mit Steinhaufen und Blumenwiese einen spannenden Abenteuerspielplatz für Kinder. Hier kommt keine Langweile auf. An allen Ecken gibt es etwas zu beobachten und Neues zu entdecken. Insekten auf den Blüten, Glühwürmchen im Gras, ein Vogelnest im Strauch, Eichhörnchen auf „Nüsse Klau“, eine Eidechse beim Sonne tanken auf einem Stein und vieles mehr. Für die Familie ist sie eine natürliche Speisekammer, die neue kulinarische Kreationen möglich macht.  

 

Tipp: Pflanzt Sträucher, deren Früchte ihr verarbeiten möchtet. Ausgezeichnet schmeckt Kornelkirschen-Marmelade oder Gelee, Holundersirup aus Blüten, Beerenmarmelade mit Schlehen, Hagebutten-Mus, Säfte und vieles mehr. Einige Rezepte stellen wir euch im Laufe des Septembers vor.   

 

Der Natur etwas Gutes tun

 

Mit unserer Hecken Challenge können wir die Lebensbedingungen für Heckenbewohner auch im Siedlungsbereich optimieren. Die Heckenpflanzen bilden „Trittsteine“ in unseren Gärten und vernetzen sie zu einem „Biotopverbund“. Sie spenden den Tieren ausreichend Nahrung, bieten Schutz und Nistmöglichkeiten und unterstützen sie in ihrem Wanderverhalten. Hecken sind ein Hotspot der biologischen Vielfalt, den ihr euch mit der Heckenpflanzaktion in den eigenen Garten holen könnt.   

 

Wichtig: Bitte pflanzt heimische Sträucher, denn nur ihre Früchte werden von der Tierwelt verzehrt.  

Toller Nebeneffekt: Wir bieten einen vielfältigen Garten - als „Gegenleistung“ hält die Natur spannende Abenteuer für die ganze Familie bereit.   

 

Macht mit bei unserer Hecken-Challenge und pflanzt heimische Sträucher!  

Der Herbst ist die beste Pflanzzeit. 

 

Wir freuen über Fotos oder kurze Videos von euren Pflanzaktionen bei Instagram oder auf Facebook.

Hier ein paar Beispiele für heimische Heckensträucher

Basteln: Igel aus Wolle

Der Igel und sein Stachelkleid

Igel (Foto pixabay)
Igel (Foto pixabay)

Die mühsamste Arbeit an unserem Basteligel ist das Durchfädeln der Wolle für die vielen Stacheln. Aber auch die Natur hat beim Igel nicht gespart. Es sind zwischen 6000 und 8000 Stacheln, die seinen Rücken und die Flanken bedecken und einen wirksamen Schutz darstellen. Gesicht und Bauch bleiben frei. Die Stacheln bestehen genau wie unsere Haare aus Horn und sind hohl. Eine wichtige Eigenschaft, denn sie macht den Igel leicht, was für die Verteidigung und Flucht hilfreich ist. Interessant ist auch, dass jeder Stachel mit einem Aufrichtemuskel ausgestattet ist. So können sie sich bei Gefahr schnell zu einer Kugel zusammenrollen. Damit diese auch geschlossen bleibt und die ungeschützten Körperteile verbirgt, verläuft über den Rücken ein Ringmuskel. 

 

Übrigens: Die jungen Stacheligel haben bei der Geburt noch weiche Stacheln, um die Mutter bei der Geburt nicht zu verletzen.

 

 

Wusstest du? In der Familie der Igel gibt es auch stachellose Verwandte, die Rattenigel. Sie ähneln mehr einer Spitzmaus als unserem Igel. Da ihnen für die Verteidigung das schützende Stachelkleid fehlt, setzen sie bei Angriff durch Fressfeinde auf Flucht oder geben ein stinkendes Sekret ab.  

Anleitung Igel aus Wolle
Wir basteln einen Igel.pdf
Adobe Acrobat Dokument 708.1 KB

Bauanleitung: Auf Spurensuche gehen mit dem Igeltunnel

Um eine kleine Bestandsaufnahme heimischer Tiere im eigenen Garten zu machen, eignet sich der Igeltunnel hervorragend. Normalerweise finden wir kaum Tierspuren, es sei denn, es hat geregnet und zufälligerweise tapst ein Igel, eine Maus oder ein anderes Tier durch das feuchte Erdreich. Mit dem Igeltunnel können wir die Tierspuren sichtbar machen, mit bekannten Tierspuren vergleichen und so die nächtlichen Besucher in heimischen Gärten identifizieren.

 

Für die Tierspuren schieben wir ein Extrabrett in den Tunnel, auf dem Pflanzenfarbe, verrührt mit Speiseöl, auf zwei Streifen Klebeband aufgetragen wird. Mit Katzenfutter locken wir die Tiere in den Tunnel, denn nicht nur Katzen, sondern auch Mäuse, Schnecken und Igel machen sich gerne darüber her. Auf ihrem Rückweg durch den Igeltunnel marschieren sie über das Farbband und hinterlassen dabei deutlich sichtbare Spuren auf dem weißen Papier.  

In der nächsten Zeit stellen wir euch auch noch einige Tierspuren vor.  

  

Das brauchst Du für einen Igeltunnel
Materialliste Igeltunnel.pdf
Adobe Acrobat Dokument 127.8 KB

Nächtliches Treiben am Igeltunnel

Wir haben den neu gebauten Igeltunnel auch gleich aufgestellt und mit einer Kamera beobachtet, wer sich spät nachts noch so in der Wildnis herumtreibt. Aber seht selbst!

Hecken schmecken

Foto: Holunder-Marmelade / pixabay
Foto: Holunder-Marmelade / pixabay

Jetzt ist die Zeit, um die tiefschwarzen Holunderbeeren zu ernten. Die Sträucher wachsen in Hecken, an Waldrändern und in unseren Gärten. Aus den Beeren lassen sich Saft, Marmeladen, Kompott, Brotaufstriche und Liköre herstellen.  

Neben der Verwendung in der Küche ist der Holunder eine wertvolle Heilpflanze. Er stärkt die Abwehrkräfte, ist leicht wasserabführend und hilft bei Erkältung.  

Doch Vorsicht: Nur reife Früchte und diese gekocht verwenden. Das macht sie bekömmlich. 

 

Schon gewusst? 

Der Holunderstrauch hat schon seit alters her eine mythologische Bedeutung. Die Germanen waren davon überzeugt, dass im Hollerstrauch die Schutzgöttin Holda wohnte, weshalb sie den Strauch vor Häuser und Scheunen pflanzten. Sie sollte Hexen und böse Zauberer fernhalten und Blitz und Feuer abwehren.  

Rezept für Holundermarmelade mit Zwetschgen und Birnen

Rezept Holunder-Marmelade
Hecken schmecken Holundermarmelade.pdf
Adobe Acrobat Dokument 124.5 KB

Spielanleitung: Hecken-Memo-Spiel - Was passt hier zusammen?

Aus den vielen schönen Bildern, die eine Hecke zu bieten hat, haben wir für euer Spielesortiment ein buntes Hecken-Memo-Spiel zusammengestellt.

Die Spielregeln sind bekannt: Es müssen stets (gleiche) Bilderpaare aufgedeckt werden.

Doch aufgepasst: Unser Memo besteht immer aus zwei Bildkarten, die sinngemäß zusammenpassen. Damit wollen wir bildhaft die vielfältigen Beziehungen von Tieren, Pflanzen und Menschen zur Hecke darstellen. Beispielsweise bilden die Schlehe und der Neuntöter ein Paar, denn der Neuntöter spießt seine Beutetiere auf den Dornen der Schlehe auf. Aus dem Holunder wird Marmelade zubereitet, doch nur, wenn vorher die Bienen die Blüten bestäubt haben. Haselnüsse lassen sich kandiert und als süße Leckerei verspeisen und auch der Haselnussbohrer bevorzugt die Nüsse, um hier seine Eier abzulegen. Der Igel versteckt sich im Reisighaufen und der Mäusebussard benutzt die hohen Bäume einer Hecke als Ansitzwarte. Im dichten Gebüsch versteckt die Amsel ihr Nest, während der Siebenschläfer sich im Nistkasten einquartiert hat. Doch was hat der Sonnenschirm mit der Hecke zu tun? Sie spendet uns kühlen Schatten.  

 

Tipp: Das Beziehungsgeflecht in der Hecke ließe sich noch unendlich fortsetzen. Vielleicht habt ihr Lust die Spielkarten mit eigenen Kreationen zu erweitern.  

Spielanleitung und Bilder zum Hecken-Memo-Spiel
Heckenmemory.pdf
Adobe Acrobat Dokument 1.1 MB

Märchenstunde: Der Igel und der Fuchs

Märchenerzählerin Annette Hartmann
Märchenerzählerin Annette Hartmann

Wer kennt sie nicht, den Igel und den Fuchs.

Auf ihren Streifzügen durch die Hecke begegnen sich die beiden immer wieder. Der Igel, als ruhiger Gesell, trottete stets an seinem Mitbewohner, dem Fuchs, gemächlich vorbei. Doch dieser konnte es sich nicht verkneifen und musste immer mit seinen zahlreichen Fähigkeiten prahlen.

Eines Tages jedoch reicht es dem Igel und mit einer List führte er den Fuchs in große Verlegenheit. Diese Geschichte erzählte er den anderen Heckenbewohnern in einer ihrer nächtlichen Märchenrunden.  

 

Die Märchenerzählerin Annette Hartmann entführt euch mit der Geschichte „Der Igel und der Fuchs“ ins Reich der Sagen. 

Inventur-Rundgang an der Hecke

Wie naturnah ist Ihre Lieblingshecke? Können Sie an Ihrer Hecke noch mehr Raum für Tiere schaffen? Machen Sie einen Inventurrundgang im eigenen Garten, im Stadtpark oder an Ihrer Lieblingshecke in der Natur. Auch vom Balkon oder Fenster aus kann man schon viel entdecken! Wie naturnah Ihre Hecke ist, erfahren Sie anhand der gesammelten Naturpunkte. 

Inventurrundgang aus dem Newsletter Naturschwärmer 60+
Inventurrundgang an der Hecke-Senioren.p
Adobe Acrobat Dokument 45.2 KB

Baue ein Haus für den Igel

Schaffe dem Igel einen idealen Unterschlupf für den Winter.

Das Winterhaus sollte an einem ruhigen geschützten Platz in oder in der Nähe einer Hecke stehen. Die Innenausstattung übernimmt der Igel in der Regel selbst. Wer ihn doch ein wenig unterstützen möchte, kann Laub und Reisig als Isolierung und trockenes Stroh oder Laub als Nistmaterial verwenden.

Bauplan Igelhaus
Igelhaus-Bauplan-LBV.pdf
Adobe Acrobat Dokument 390.0 KB

Den Tieren auf der Spur

Denken wir an Spuren lesen, fallen uns sofort die Indianer aus den Indianerfilmen ein. Sie waren die großen Meister in dieser Disziplin. Aus den Fährten konnten sie alle wichtigen Fakten für eine erfolgreiche Jagd erkennen: Tierart, Größe, Gewicht, Geschwindigkeit, Uhrzeit und mehr.   

Bis heute ist Spurenlesen eine wichtige Fähigkeit, die sich beispielsweise Förster, Jäger und Ranger zu Nutze machen. Großwild wie Wildschweine, Rehe oder Hirschen sind leicht zu erkennen, sie hinterlassen deutlich sichtbare Abdrücke im Boden, verbissene oder geknickte Zweige. Schwieriger ist es bei kleinen Tieren wie Hase, Igel oder Eichhörnchen. Manchmal bleibt ein Büschel ihres Haarkleides zurück, eine Losung oder der Vogel verliert eine Feder. Das alles sind „Beweisstücke“, die auf den Aufenthalt dieser Tiere an diesem Ort hindeuten. 

Aber auch Kleintiere wie Insekten und Schnecken können anhand ihrer „Hinterlassenschaften“ bestimmt werden. Bissspuren von hungrigen Raupen, die Schleimspur einer Schnecke, die auffälligen „Hütchen“ einer Gallwespe oder -mücke an einem Blatt, leere Schneckenhäuser, das verdächtige kleine Loch des Haselnussbohrers in der Haselnuss und vieles mehr. Alle diese „Beweisstücke“ finden wir in großer Zahl in der Hecke.  

Im Winter macht Spurenlesen besonders Spaß! Im Schnee hinterlassen fast alle Tiere deutlich sichtbare Fährten. Mehr zu diesem Thema gibt es dann im November beim Monatsthema "Tiere im Winter".

 

Mit unserer Vorlage zum Download kannst du nun auf eigene Faust auf Spurensuche gehen.

Viel Spaß beim Spurenlesen!

Vorlage Tierspuren zum Spurenlesen
Tierspuren Bilder.pdf
Adobe Acrobat Dokument 538.6 KB

Grafik: H. Roth

Kornelkirsche – etwas sauer, dafür sehr aromatisch und vitaminreich

Die beste Erntezeit ist: Ende August bis Mitte September. Man verwendet nur sehr reife, dunkelrote Früchte, da sie besonders aromatisch sind. Eine Ernte von Hand ist mühsam, deshalb legt man ein Bettlaken unter den Strauch und schüttelt kräftig. So fallen die reifen Früchte herunter, die unreifen bleiben an den Ästen hängen. Die Früchte sind sehr vitaminreich und können roh verzehrt werden.

Tipp: Sollte die Fruchtmenge nicht ausreichen, die Früchte einfrieren und bei ausreichender Menge weiterverarbeiten.

Interessant ist: Der Strauch kann 100 Jahre und älter werden. Er hat das härteste Holz, das in Europa wächst. Es ist so schwer, dass es im Wasser nicht schwimmt, sondern sinkt. Da die Kornelkirsche bereits sehr zeitig im Jahr blüht, ist sie eine wertvolle Nahrung für Honigbienen und ihre wilden Verwandten. Kernbeißer, Dompfaff, Kleiber, Haselmaus und Siebenschläfer verzehren die Früchte und verschiedene Wildarten wie Feldhase und Rehe fressen Blätter und Triebe.

Der Strauch wird schon seit alters her in der Medizin genutzt. Bereits Hildegard von Bingen empfahl die Kornelkirsche beispielsweise als Heilpflanze „die den Verdauungstrakt reinigt und festigt“. Auch heute weiß man noch die adstringierende (zusammenziehende) Wirkung zu schätzen. 

Kornelkirsche Rezepte.pdf
Adobe Acrobat Dokument 92.1 KB

Schnecken - Nur eine Plage oder auch nützlich?

Ein Beitrag aus: "Welt, Wissen" von Pia Heinemann

Hainbänderschnecke, Pixabay
Hainbänderschnecke, Pixabay

Besonders während regenreicher Zeiten sind vor allem die Nacktschnecken eine große Plage. Um wenigstens einige Gemüsepflanzen zu retten, sind nächtliche Kontrollgänge durch die Gemüse- und Blumenbeete erforderlich. Da fragt man sich schon, wozu die Schnecken eigentlich nützen. Sie fressen welkes Pflanzenmaterial, doch da gibt es ein spannendes Experiment, von dem ich euch hier berichten möchte:

 

Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung in Halle und Leipzig haben herausgefunden, welche Rolle Schnecken im Ökosystem spielen: Offenbar erhöhen sie die Artenvielfalt ihrer Umgebung.

Um das herauszufinden, hatten Wissenschaftler fünf Jahre lang im Frankenwald und im Thüringer Schiefergebirge Pflanzen und Tiere der Bergwiesen genauestens katalogisiert. Dann streuten sie Gift. Sie vernichteten auf der einen Hälfte der Wiese so alle Insekten und Schnecken. Nach diesem radikalen Schritt begann das Zählen von vorne – und zwar Jahr für Jahr von Neuem.

Erstaunlicherweise führte die Giftaktion allerdings nicht dazu, dass alle Pflanzen und Kräuter sich rasend schnell vermehrten und die Wiesen dank des Schädlingsmangels vor Vielfalt überquollen. Vielmehr nahm die Artenvielfalt ab – nicht nur, weil weniger Krabbel- und Kriechtiere auf den Wiesen lebten. Sondern auch die Vielfalt unter den Pflanzen schrumpfte ohne die Fressfeinde.

Forscher Harald Auge erklärt den Rückgang der Biodiversität damit, dass der Stress, den Schnecken und Käfer den größeren und stärkeren Pflanzen dadurch bereiten, dass sie Wurzeln, Triebe und Blätter anknabbern, diese offenbar so stark schwächt, dass andere Pflanzen größere Wachstumschancen haben. „Die Tiere verhindern, dass starke Pflanzen ihre schwächeren Konkurrenten verdrängen.“

 

In der Natur sind also die sonst als Schädlinge bekannten Tiere die Freunde von schwachen Gräsern oder Kräutern.

 

„Auf die Biomasse, also die Menge der Pflanzen, wirkt sich ihr Vorhandensein jedoch nicht aus“, sagte Auge. Der Ertrag an Heu, der auf den beobachteten Feldern geerntet wird, sei gleichgeblieben.

 

Wir haben für euch hier noch einen kleinen Basteltipp für eine dekorative Schneckenparade:

Dekorative Schneckenparade.pdf
Adobe Acrobat Dokument 382.5 KB

Artenportrait: Weinbergschnecke

Hallo, ich bin die Weinbergschnecke Clara und möchte euch heute von mir und meinem Leben in der Natur berichten:

Beerenblättertee – sehr aromatisch und sehr gesund

Die Himbeere und die Brombeere gehören zur Familie der Rosengewächse. Aufgrund ihrer vielfältigen Nutzung sind sie sehr beliebte Gartenpflanzen. Besonders begehrt sind ihre Früchte. Sie sind wahre Vitaminbomben. Aus ihnen lassen sich köstliche Marmeladen, Sirup Gelees, Fruchtschalen und vieles mehr zubereiten. Die frischen Triebe eignen sich hervorragend für die Teezubereitung und können für die Wintermonate getrocknet oder fermentiert werden. Da der Tee kein Koffein enthält, ist er auch für Kinder geeignet.  

Die Himbeere wie auch die Brombeere sind seit jeher eine wichtige Pflanze in der Volksheilkunde. 

Die Wirkung der Himbeere wird als entzündungshemmend, fiebersenkend, blutreinigend, adstringierend, harn- und schweißtreibend beschrieben. Eingesetzt wird sie unter anderem bei geschwächtem Immunsystem, Rheuma, Halsentzündungen, Mundgeschwüren oder Verdauungsproblemen. Himbeerblättertee wird seit alters her als Hausmittel in der Geburtsvorbereitung verwendet.  

Die Blätter von Brombeeren werden in der Volksheilkunde aufgrund ihres Gerbstoffgehalts als Tee bei leichten Durchfallerkrankungen oder zum Gurgeln bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum verwendet. 

 

Bitte beachten: Teekräuter nie an Straßen und Wegrändern ernten. Bei angrenzenden ackerbaulich genutzten Flächen besteht Gefahr, dass ausgebrachte Pestizide z.B. durch Wind verfrachtet werden und die Pflanzen kontaminieren. 

Rezept für Beerenblättertee
Hecken schmecken Beerenblättertee.pdf
Adobe Acrobat Dokument 96.4 KB

Der Herbst färbt das Laub schön bunt

Während im Frühjahr und Sommer das saftige Grün der Blätter die Töne in der Natur bestimmt, sind es im Herbst ein leuchtendes rot, orange und gelb, dass die Augen verwöhnt.

 

Wie kommt es zu diesem Farbwechsel?

Der grüne Pflanzenfarbstoff Chlorophyll ist Bestandteil des Photosynthese Apparates. Hier wird Kohlendioxid und Wasser mit Hilfe von Sonnenenergie in den für das Pflanzenwachstum wichtige Traubenzucker umgewandelt. Ein „Abfallprodukt“ daraus ist Sauerstoff.

 

Aber wie weiß die Pflanze Bescheid wann es Herbst wird?

Die Pflanze bemerkt, dass im Herbst die Tage kürzer und kälter werden. Sie baut das Chlorophyll ab und lagert es für das nächste Jahr in den Stamm und in die Äste ein, mit dem Effekt: plötzlich werden die ebenfalls in den Blättern vorhandenen orangen und gelben Farbstoffe sichtbar. Die roten Farbstoffe werden im Herbst neu gebildet.

 

Warum fallen die Blätter?

Vor dem Winter kappen die Bäume und Sträucher die Wasserleitungen zu den Blättern und bilden eine Trennschicht. Der nächste Herbstwind trennt die letzte Verbindung zur Mutterpflanze und die Blätter schweben zu Boden. 

 

Der Herbst färbt die Blätter also bunt. Du kannst sie pressen und mit Farbe noch verschönern. Hier findest du eine Anleitung:

Bastelanleitung für bemalte Blätter
Bastelanleitung Bemalte Blätter.pdf
Adobe Acrobat Dokument 253.9 KB

Artenportrait: Siebenschläfer

Seinen Namen hat er von seinem sieben Monate dauernden Winterschlaf, der manchmal auch deutlich länger sein kann.

 

Äußeres

Der Siebenschläfer ist ein nachtaktives Nagetier aus der Familie der Bilche. Er hat große, schwarze Augen, rundliche Ohren und einen buschigen Schwanz. Seine Nase zieren lange Tasthaare. Die Fußballen dieser Tiere sind stets etwas feucht. Das ermöglicht es dem Siebenschläfer Bäume und Wände ohne Probleme auch Kopfüber zu erklimmen.

 

Nahrung

Im Herbst frisst er fettreiche Nahrung wie Bucheckern, Eicheln, Haselnüsse und andere Samen, die viel Fett und Öl enthalten. Im Sommer bevorzugt er Knospen, Ringen, Früchte und Pilze. Auch Vogeleier und Jungvögel werden nicht verschmäht.

 

Vermehrung

Zwischen Anfang August und Mitte September kommen vier bis sechs blinde Babies zur Welt, die nach 21 bis 32 Tagen ihre Augen öffnen. Bis dahin gab es nur die Muttermilch. Nun wird feste Nahrung gefüttert, damit die Jungtiere sich noch Fettreserven für den Winter zulegen können. Diese Phase ist sehr kurz und zum Überleben sind sie auf ein sehr gutes Nahrungsangebot angewiesen.

Unter guten Bedingungen werden die Tiere bis zu 9 Jahre alt.

 

Winterschlaf                                            

Für seinen Winterschlaf gräbt sich der Siebenschläfer etwa 30 bis 100 cm tief in die Erde ein, um dort vor Frost geschützt zu sein. In den nächsten sieben Monaten muss er von seinen Fettreserven zehren, die er sich über den Sommer angefressen hat. Damit dies gelingt, wird der Herzschlag auf 5 Schläge pro Sekunde reduziert und die Körpertemperatur bis auf 5 Grad Celsius gesenkt. In der Nähe von menschlichen Siedlungen kommt es häufig vor, dass sich der Siebenschläfer zum Überwintern einen frostgeschützten Platz in einem Gebäude sucht.

 

Feinde

Der Siebenschläfer steht auf dem Speiseplan von Marder, Hauskatzen und größere Eulen. Auch lange Winter können zum Verlust vieler Tiere führen.

Hecken schmecken - Gebrannte Haselnüsse

Eichhörnchen am Nusstopf / Foto: Pixabay
Eichhörnchen am Nusstopf / Foto: Pixabay

Haselnüsse – eine wertvolle Winternahrung

nicht nur für Eichhörnchen, Siebenschläfer & Co.

Haselnüsse sind reich an:

  • Vitamin E, das als Radikalfänger im Körper wirkt.
  • B-Vitaminen, die für verschiedenen Stoffwechselvorgängen wichtig sind.
  • Mineralstoffen wie Kupfer, Eisen, Magnesium und
  • Phosphor.
  • Ungesättigten Fettsäuren, die für viele Vorgänge im Körper unerlässlich sind und die Denkleistung erhöhen.
  • Eiweißen, die wir zum Aufbau sämtlicher Gewebe benötigen.
  • Ballaststoffen, wichtige für eine gute Verdauung.
  •  …..

 

Die Liste der Vorzüge einer Haselnuss ließe sich noch fortsetzten. Allein die Genannten reichen aus, um den Wert dieser heimischen Nuss zu erkennen. Wer ein Plätzchen in seinem Garten frei hat, sollte sich in jedem Fall einen Haselnussstrauch pflanzen!

Rezept für Gebrannte Haselnüsse
Rezept Gebrannte Haselnüsse.pdf
Adobe Acrobat Dokument 110.7 KB

Alltagstipps für mehr Nachhaltigkeit in der Hecke

Foto: Heinz Tuschl
Foto: Heinz Tuschl

Hecken erst ab Oktober schneiden

Hecken sind laut Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG § 39 Abs. 5) geschützt und dürfen zwischen dem 1. März und 30. September nicht abgeschnitten oder auf den Stock gesetzt werden. Achten Sie im eigenen Garten selbst darauf und informieren Sie andere darüber.

 

Laubbläser und -sauger abstellen!

Laubbläser und -sauger sind laut, brauchen Energie und wirbeln Laub und Kleintiere auf. Wenn ihr Laub und Totholz in der Hecke liegen lasst, könnt ihr bald mehr Leben in eurer Hecke beobachten.

Solltet ihr doch mal Laub beseitigen müssen: greift zum alt bewährten Rechen!

Hecken im Portrait: Die Dornenhecke

Foto: Matthieu Debailleul
Foto: Matthieu Debailleul

Erste archäologische Hinweise lassen darauf schließen, dass bereits vor 6000 Jahren Menschen ihre Ackerflächen mit Hecken umpflanzten. Häufig dienten sie auch als Windschutz. Sie waren wichtige Lieferanten von Laubfutter, Holz und Nahrungsmittel, hatten aber auch Verteidigungsfunktion, denn dichte dornig-stachelige Hecken waren für Raubtiere und Angreifer oft undurchdringbar. Typische Sträucher der Dornenhecken waren Weißdorn, Heckenrose, Schlehe und Berberitze.

Heckenlandschaften wie diese sind heute selten geworden.

 

 

Seit dem letzten Jahrhundert sind Hecken bei uns zunehmend seltener geworden und ab den 1950er Jahren wurden viele von ihnen gerodet, um landwirtschaftliche Flächen effektiver bearbeiten zu können.

Dornengehölze als Schutzwall und zur Abgrenzung von Weideland wurden durch Stacheldraht und Elektrozäune ersetzt. Beliebter sind Hecken dagegen im Privatbereich zur Umgrenzung von Gartengrundstücken. Sie dienen dann vor allem dem Sicht- und Lärmschutz.

 

Übrigens: Mit Dornen/Stacheln bewehrte Sträucher sind ein sehr wichtiger Brutplatz für viele Vogelarten, die zwischen den Stacheln und Dornen Schutz vor Katzen und anderen Feinden finden.

Kennst du den Unterschied zwischen Dornen und Stacheln?

Dornen sind Auswüchse des Marks eines Gehölztriebes. Sie entspringen dem verholzten Teil der Pflanze, sind fest mit dem Leitbündelsystem verbunden und im Grunde umgewandelte Pflanzenteile wie kleine Seitentriebe, die statt mit Blättern und Blüten als Spitze enden. Dornen lassen sich daher nicht so einfach abbrechen.

Stacheln sind Auswüchse aus der Rinde eines Gehölztriebes und lassen sich daher ohne gröbere Verletzung der Pflanze abbrechen.

Foto: Robert Kohlmann
Foto: Robert Kohlmann

Spiel: Heckenvernissage

Die Hecke hat viel zu bieten. Auf dem Heckenbild findet ihr 13 Gegenstände, die so nicht in der Hecke vorkommen, aber mit der Hecke zu tun haben und für uns Menschen sehr nützlich sind. Kombiniert richtig und verbindet die zusammengehörigen Gegenstände!

Ihr könnt eure Antworten gerne im Gästebuch bereitstellen. 

  • Gießkanne
  • Honig 
  • Sonnenhut 
  • Windfahne 
  • Brennholz 
  • Marmelade 
  • Nusscreme 
  • Müsli 
  • Mandala 
  • Holunderpfeife 
  • Teebeutel 
  • Mädchen 
  • Tabletten
  • Nüsse
  • Bastelmaterial
  • Schnitzen 
  • Hagebutte 
  • Sichtschutz 
  • Wasserspeicher 
  • Schatten
  • Blüten
  • Ofen
  • Windschutz
  • Haselnuss
  • Himbeere 
  • Heilpflanzen 

Lösung zum Spiel Heckenvernissage
Lösung Heckenvernissage.pdf
Adobe Acrobat Dokument 247.9 KB
Spiel Heckenvernissage zum Ausdrucken
Anleitung Heckenvernissage.pdf
Adobe Acrobat Dokument 248.1 KB

Hecken im Portrait: Die Schlehe

Die Schlehe oder auch Schlehdorn genannt, ist ein ganz besonderer Heckenstrauch und bietet nicht nur vielen Tieren Nahrung und Lebensraum. Auch für unseren Gaumen bietet die Schlehe viele Leckereien. 

Hecken-Memo-Spiel 2:

Wie gut kennt ihr die Heckensträucher? Beim Heckenmemo könnt ihr die Namen den entsprechenden Bildern zuordnen. Außerdem könnt ihr mit dem Heckenmemo schauen, welche der Heckensträucher bei euch in der Nähe vorkommen und wie artenreiche eine Hecke ist. Aber aufgepasst: Nicht jede Heckenpflanze ist für den Menschen genießbar. Wer findet die drei giftigen Heckenpflanzen? 

Heckenmemo 2 zum Download
Naturschwärmer Heckenmemo 2.pdf
Adobe Acrobat Dokument 588.4 KB

Märchenstunde: Die Krötenfee

Hecke schmecken: Eichelkaffee

Sind Eicheln genießbar? 

Ja, denn Eicheln dienten nicht nur als Viehfutter, sondern waren bis ins frühe Mittelalter hinein in Mitteleuropa Grundnahrungsmittel. Sie sind ein wahrhaftiges Kraftfutter:  

Laut Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) enthalten 100 Gramm Eicheln rund 40 Gramm Kohlenhydrate, sechs Gramm Proteine, 24 Gramm  Fett und sind reich an B-Vitaminen.  

Wichtig! Neben all den gesunden Inhaltsstoffen enthalten Eicheln aber auch die pflanzlichen Gerbstoffe Tannine in hoher Konzentration. Das macht sie bitter und unbekömmlich und führt beim Verzehr zu schweren Magen- und Darmbeschwerden: Eicheln niemals in roher Form essen! 

 


Wie kann ich Eicheln essbar machen? 

Indem du die pflanzlichen Gerbstoffe ausspülst. Wie geht das? 

  1. Sammle nur reife, unbeschädigte Eicheln. Tipp: Lasse die gesammelten Eicheln ein bis zwei Tage trocknen, dann kannst du sie im folgenden Schritt leichter schälen. 
  2. Brich die harte Schale der Eicheln mit dem Nussknacker auf. 
  3. Entferne die braune Samenhaut um den Kern. 
  4. Lege die Kerne in eine Schüssel mit Wasser. Die Gerbstoffe werden in den nächsten Stunden und Tagen im Wasser gelöst. Erkennen kannst du das daran, dass sich das Wasser braun-gelblich färbt. 
  5. Wechsle das Wasser mindestens einmal am Tag. 
  6. Nach ca. zwei Tagen sollten alle Gerbstoffe gelöst sein. Ist das der Fall, bleibt das Wasser auch nach mehreren Stunden klar. Dann sind die Eicheln essbar. 

 

Wie kann ich die Eicheln weiterverarbeiten? 

Du kannst die eingeweichten Eicheln direkt zu einer Paste pürieren oder trocknen.  

Getrocknet kannst du sie:  

 

  • ungeröstet zu Mehl mahlen und für Kuchen, Plätzchen und Brot verwenden
    Übrigens: Eichen wurden früher sogar „Brotbaum“ genannt. 
  • in Stücke schneiden und zu Suppen und Eintöpfen reichen 
  • hacken, in der Pfanne rösten und leicht salzen (super Snack) 
  • hacken, in der Pfanne rösten, mahlen und als koffeinfreien Kaffeeersatz verwenden (siehe Rezept) 
Rezept für Eichelkaffee
Rezept Eichelkaffee.pdf
Adobe Acrobat Dokument 153.9 KB

Hecken im Portrait: Der Weißdorn

Der Weißdorn ist ein echter Heckenklassiker und darf eigentlich in keiner Hecke fehlen. Wie die Schlehe so ist auch er wichtiger Lebensraum für viele Tiere.  

Hecken-Mobile

Holt euch die Hecke nach Hause mit unserem Heckenmobile.

Es ist ganz einfach: Ausdrucken, bemalen, mit einer Schnur an einem Ast aufhängen - fertig!

Tipp: Die Heckenpflanzen und -tiere machen sich auch toll als Fensterdeko.

LBV Heckenmobile
Heckenmobile-1.pdf
Adobe Acrobat Dokument 750.5 KB

Alltagstipp: Benjes Hecke anlegen

Im Verlauf der letzten Wochen haben wir euch viele interessante Details rund um das Thema Hecke vorgestellt. Nun möchten wir euch die Benjes Hecke vorstellen. Sie besteht aus locker aufgehäuften Ästen und Zweigen. Die Idee stammt von den Brüdern Hermann und Heinrich Benjes. Beide machten sich Gedanken über die sinnvolle Nutzung von Abfällen aus dem Gehölzschnitt. Das Ergebnis ihrer Überlegungen ist die linienförmige Anhäufung von Schnittgut, das durch eingeschlagene Holzpflöcke befestigt wird und so einen stabilen Wall bildet.  

Während das Holz langsam verrottet, sammeln sich durch Windanflug Pflanzensamen. Auch Tiere verbreiten durch den Kot Sämereien, die keimen und das lockere Gehölz durchwachsen. So entsteht mit der Zeit aus dem lockeren Wall eine stabile, lebende Hecke.  

Tipp: Wollt ihr bestimmte Sträucher in eurer Benjes Hecke und die Artenvielfalt erhöhen, könnt ihr diese gezielt einbringen.   

Vorteil ist: Die Benjes Hecke ist sehr kostengünstig. Sie bietet schnell Lebensraum für heckenbrütende Vogelarten und Kleinsäuger, und übernimmt eine wertvolle Aufgabe im Biotopverbund.   

Interessant ist: Die Benjes Hecke entwickelt nach kurzer Zeit ein spannendes Eigenleben, denn es ist nicht vorhersehbar welche Pflanzen sich ansiedeln.  

Zu beachten ist: Möglichst keine dominanten Pflanzen wie beispielsweise die Brombeere oder Weidenarten als Schnittgut verwendet. Sie überwuchern schnell alle anderen heranwachsenden Pflanzen.  

Artenportrait: Der Haselnussbohrer

Hecke schmecken: Energiebällchen aus Haselnuss

Idealer Snack für zwischendurch. Nicht nur für uns!

Zutaten:

  • 150 g gemahlene Haselnüsse
  • 150 g Datteln
  • 100 g Rosinen
  • 100 g Feigen
  • je 1 Teel. Anis und Johannisbrotpulver
  • 1 Essl. Honig
  • 1 abgeriebene Zitronenschale

 

Zubereitung:

  1. Die gesammelten Haselnüsse vor der Verwendung trocknen und anschließend malen.
  2. Datteln, Rosinen und Feigen mit einem scharfen Messer kleinschneiden
  3. Zutaten zu einer festen Masse verkneten
  4. Kugeln rollen oder aus ausgewalztem Teig Formen ausstechen
  5. In angeröstetem Sesam oder Kokos wälzen (verkleben nicht)
  6. FERTIG: GUTEN APPETIT!

Rezept für Energiebällchen zum Download
Energiebälle aus Haselnuss.pdf
Adobe Acrobat Dokument 137.1 KB

Hecken-Quiz

Zum Abschluss des Hecken-Monats September gibt es noch ein kleines Quiz zum Mitraten!

Habt ihr gut aufgepasst und könnt alle Fragen beantworten?